Umbau Bahnhofsvorplatz

geplanter umbau bahnhofsvorplatz

Gestaltung Bahnhofsvorplatz; Beteiligungsverfahren

Info-Veranstaltung im STADT:RAUM

Die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes und die Errichtung eines Kreisverkehrs ist eine für Bad Pyrmont herausragende Baumaßnahme, verändert und gestaltet sie doch den Ortseingangsbereich für die Zukunft neu. Daher hat die Verwaltung den politischen Beschluss, eine Bürgerbeteiligung zu den Gestaltungselementen durchzuführen – zusätzlich zu dem gesetzlichen Beteiligungsverfahren nach Baugesetzbuch– gern aufgenommen und umgesetzt.

Die Beteiligung erfolgte breit gefächert, zum Beispiel im Rahmen einer für jedermann offenen Abendveranstaltung im STADT:RAUM, in der den über 50 Anwesenden sowohl der aktuelle Planungsstand vorgestellt wurde als auch in kleineren Gruppen detaillierte Aspekte diskutiert werden konnten. Informationen wurden auch im Foyer des Rathauses, in dem städtischen magentafarbenen Infotainer am Bahnhof und auf der Internetseite der Stadt bereitgestellt.

Das Feedback fließt ebenso in die Planung ein wie die Ergebnisse der parallel im Juni durchgeführten online-Befragung, an der 125 Personen aus allen Altersgruppen teilnahmen. Von allen Teilnehmenden waren 87% wohnhaft in Bad Pyrmont. Im Ergebnis bewerteten 58% der Teilnehmenden die Planungen als gut bis sehr gut, 26% mit gefällt nicht/gefällt gar nicht, 16% der Befragten standen den Planungen neutral gegenüber. 69% der Teilnehmenden gaben an, den Bahnhof für private Zwecke aufzusuchen, 15% waren arbeitende Pendler.

Kritisch wurde insbesondere die Notwendigkeit eines Kreisverkehrs für die Verbesserung der Verkehrssicherheit als solches, der Verlust von Parkplätzen und das notwendige Fällen von Bestandsbäumen gesehen.

Positiv herausgehoben wurden die optische, strukturierte Aufwertung und logische, getrennte Anordnung der verschiedenen Bereiche des Platzes, die Erhöhung der Barrierefreiheit und der allgemeinen Verkehrssicherheit und die Einbindung von Stadtgrün, aber auch die Zentralisierung der Bushaltestellen.

307 Personen haben die Online-Umfrage aufgerufen, von diesen übersandten letztlich 125 Personen die Umfrage zurück. Die formulierten Anregungen, wie unter anderem die Einrichtung einer öffentlichen Toilettenanlage, weiterer Verschattungsflächen im Bushaltestellenbereich, Berücksichtigung von Plätzen für die Klinikbusse, von kühlenden Wasserelementen, die Einbindung von E-Ladesäulen und sicherheitsstiftender Beleuchtung werden dahingehend geprüft, ob und wie weit sie in die Planung mit einfließen können.

Die Stadt Bad Pyrmont bedankt sich bei allen, die an den verschiedenen Informations- und Beteiligungsformaten teilgenommen und damit einen wichtigen Beitrag zu einer bürgernahen Realisierung des Projektes geleistet haben.

Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes und Kreisverkehrsplatzes am Bahnhof Bad Pyrmont; Stand 11.06.2026

Bereits seit mehr als 20 Jahren gibt es verschiedene Planungen in Bad Pyrmont zur Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes und zur Errichtung eines Kreisverkehrsplatzes. Aufgrund politischer Bestrebungen im Rat der Stadt Bad Pyrmont wurde im Jahr 2016 eine Machbarkeitsstudie zur Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes als barrierefreien Platz mit hoher Aufenthaltsqualität beauftragt. Gleichzeitig sollte der umgestaltete Vorplatz die erforderlichen Verkehre, ÖPNV, Bike and Ride, Kiss and Ride, Taxi und Park and Ride aufnehmen können.

Die Machbarkeitsstudie zeigte vier Planungsvarianten. Die Kreisverkehrsvariante und die weitere Gliederung des Bahnhofsvorplatzes auf Grundlage der Entwurfsplanung stellte sich als beste Variante dar. Im Jahr 2022 beschloss der Verwaltungsausschuss der Stadt Bad Pyrmont die Beantragung von Fördermitteln für den Bau eines Kreisverkehrs und die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Auf dieser Grundlage wurde bei der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) ein Förderantrag gestellt, aus dem ein vorläufiger Förderbescheid und die Aufnahme in das Förderprogrammes der LNVG resultierte.

Seitdem wurde das notwendige Bauleitplanverfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans durchgeführt, welches kurz vor dem Abschluss steht. Außerdem wurden in europaweiten Ausschreibungen die Planungsleistungen ausgeschrieben. Das Büro Pabsch Ingenieure, Hildesheim, wurde mit der Objektplanung für Freianlagen, technischer Ausrüstung, der Objektplanung für Verkehrsanlagen und Ingenieursbauwerke beauftragt und das Büro Werner Sobeck AG, Frankfurt, mit der Objektplanung Gebäude und Tragwerksplanung für die Überdachung der Zentralen Bushaltestelle.

Die Vorbereitung des Entwurfes hat einige Zeit in Anspruch genommen, um die Grundstruktur der räumlichen Gestaltung festzulegen. Nun ist Ihre Meinung gefragt! Nachfolgend werden Ihnen Fragen zu den verschiedenen Bereichen und Themen sowie der Gestaltung im Gesamten gestellt. Für Ihre Anregungen und Hinweise danken wir Ihnen im Voraus.

Bitte schauen Sie sich die folgende Präsentation an.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Tiefbauabteilung des Bauamts der Stadt Bad Pyrmont. Ihr Ansprechpartner ist Herr Hennecke: 05281-949366 f.hennecke@stadt-pyrmont.de


Projektstand 2025

Das Fachgebiet Bauverwaltung – Technische Dienste – entwickelte mit dem Fachplanungsbüro SHP, Hannover, Planungen zur Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes. In Abstimmung mit dem Fachgebiet Finanzen und Beteiligungen der Stadt Bad Pyrmont und der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Hannover wurden darüber hinaus bereits durch das Planungsbüro SHP entwickelte Planungsgedanken für den Bahnhofsvorplatz - mit und ohne Kreisverkehrslösung -  mit der zuständigen Förderstelle diskutiert.

Hierbei wurden erhebliche Fördermöglichkeiten für die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes, einen Busbahnhof, sowie die Einrichtung von Kiss and Ride-, Park and Ride- und Bike and Ride-Flächen aufgezeigt, die die Umsetzung des Projektes attraktiv machten.

Darauf basierend wurden die Grundlagen für die Beantragung von Fördergeldern und weitergehender Planungsleistungen erarbeitet.

Hierzu wurden Frequenzzahlen im Bereich des Bahnhofsvorplatzes zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und des Schienenverkehrs erfasst. Zudem wurden Baugrunduntersuchungen in Abstimmung mit dem Büro Geodienste zur Sicherung des Heilquellenschutzes in diesem Bereich vorgenommen, um detailliertere Planungsgrundlagen und Planungssicherheit zu erlangen.

Die Beantragung von Fördergeldern zur Weiterführung und die folgende Umsetzung des Projektes erfolgt auf dieser Datenbasis. Mittlerweile liegt der Stadt ein Förderbescheid zur Umsetzung der Maßnahme vor.

Zwischenzeitlich ist ein Fachanwaltsbüro zur Begleitung der europaweiten Ausschreibung der Planungsleistungen, zur barrierefreien Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes und zum Bau des Kreisverkehrsplatzes beauftragt worden. Im Rahmen der Planungen soll besonderes Augenmerk auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen, die Erfordernisse des Klimawandels, Verbesserung des Verkehrsflusses und die Förderung des ÖPNV gelegt werden.