Was ist Zivilcourage?


So lautet die erste Frage an die 5. und 6. Klassen, die heute in der Mensa des Schulzentrums einen Rundgang an mehreren Stationen zu diesem Thema absolvierten. Zivilcourage=Alltagsmut aufzubringen ist in keiner Altersstufe leicht und umso schwieriger für jüngere Menschen.

Wie kann ich mich verhalten, wenn ich erfahre, dass mein Mitschüler von älteren Jungen bedrängt und gestoßen wird? Was tue ich, wenn meine Freundin in Sozialen Medien gemobbt wird?

Das sind Alltagsszenen, die an verschiedenen Stationen beschrieben wurden und für die die SchülerInnen Antworten in ihrem eigenen Handeln finden sollten. Dabei zeigte sich, dass der Wille und die Einsicht, nicht wegzuschauen, sondern sich für Menschlichkeit und Fairness einzusetzen, bei vielen sehr ausgeprägt ist. Aber manchmal fehlt der Mut oder das Wissen um Unterstützung von außen. Hier setzten die Vertreterinnen des Pyrmonter Polizeikommissariats und der Opferschutzorganisation Weisser Ring mit Aufklärung und Unterstützungsangeboten - speziell für Kinder und Jugendliche - an. Niemand muss allein diese Situationen bewältigen. Neben den genannten Organisationen bilden natürlich in erster Linie die Familien aber auch das Team des Kinder- und Jugendbüros wichtige Anlaufstellen für vertrauliche Gespräche und Hilfestellungen. 

Mit dieser Aktion für alle 3 Schulen im Schulzentrum ist die Projektreihe Zivilcourage des Kinder- und Jugendbüros gestartet, die noch über den ganzen Juni Veranstaltungen beinhaltet. Die Reihe ist Bestandteil des Aktionsplans der Kinderfreundlichen Kommune.