Begleitprogramm zur Ausstellung „Ein Weltbad wie Pyrmont“-Kurstadt und Nationalsozialismus 


27. Februar, 18.00 Uhr, in der Beletage von Schloss Pyrmont
Agnes Imhof liest aus ihrem Roman "Die Kastanien an der Gracht – Miep Gies und das Tagebuch der Anne Frank“

1942. Als Otto Frank seine Sekretärin Miep Gies um Unterstützung bittet, zögert sie keine Sekunde: Sie wird der Familie beim Untertauchen helfen. Eine Zeit der Ungewissheit in ständiger Angst beginnt, und für Miep wird ihr besorgtes Herzklopfen zum täglichen Begleiter.

Während die Familie Frank sich im Amsterdamer Hinterhaus versteckt besorgt Miep heimlich Lebensmittel und leistet der Familie in den kommenden zwei Jahren Gesellschaft. Vor allem die wissbegierige Anne löchert die Helferin immer wieder mit Fragen und hält ihre Erlebnisse in ihrem Tagebuch fest. Doch Krieg und Überwachung machen es zunehmend schwerer, den brüchigen Anschein von Normalität zu wahren. Vor allem angesichts der Frage, die Miep umtreibt: Wie lange kann sie die Menschen, die ihr vertrauen, noch beschützen?

Im Anschluss an die Lesung gibt es die Möglichkeit, das Buch zu kaufen (16 €) und signieren zu lassen.

Eintritt: 5 €, Museumsvereinsmitglieder frei (Anmeldung nicht erforderlich)

 

Sonntag 1. März, 11.00 Uhr, im Quäkerhaus Bad Pyrmont, Bombergallee 9
Konzert-Lesung "Der Friedensrebell Ernst Friedrich“ aus der Biografie "Ein Brennglas des Jahrhunderts“

Diese Lesung untermalt Agnes Imhof mit Friedensliedern jener Zeit, begleitet von Barbara Dembowsi am Flügel. - Wer verstehen will, was die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts ausmacht, was es bewegte, der findet es in diesem Leben beispielhaft verdichtet. In einfachen Verhältnissen 1894 geboren, erkämpfte sich Ernst Friedrich selbst Bildung, verweigerte 1914 das erste Mal den Kriegsdienst, wurde in Berlin Verfasser anarchopazifistischer Publikationen und Zeitschriftenherausgeber, sowie Schauspieler. Sein Freundeskreis ist ein Panorama der "Goldenen Zwanziger": Eric Mühsam, Käthe Kollwitz, Otto Dix, Berta Lask, und viele andere. In Berlin gründete er 1925 ein Anti-Kriegsmuseum, das es schnell auf die Feindesliste der Nationalsozialisten schaffte. Sein Pazifismus brachte Ernst Friedrich in die Psychiatrie, immer wieder ins Gefängnis und in Konzentrationslager. Vom nationalsozialistischen Regime durch halb Europa gejagt, ließ er sich 1945 in Frankreich nieder. Agnes Imhof schildert seine Biografie so fesseln wie eindrücklich und beleuchtet seinen unermüdlichen Kampf für Frieden und Freiheit, den er mit politischem Engagement und beeindruckendem Lebensmut verband.

Anschließend gibt es die Möglichkeit das Buch zu kaufen (28 €) und signieren zu lassen.

Eintritt frei. Eine freiwillige Spende wird erbeten für die Gage der Autorin.

Reservierung über Tel.: 05281/4413 oder E-Mail: reservierung@quaeker.org