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Foto Stadt Bad Pyrmont
Elke Christina Roeder


Museum zeigt kostbare Gemälde aus der umfangreichen Museumssammlung 14.06.2018 


Das Museum im Schloss Bad Pyrmont zeigt bis zur nächsten Sonderausstellung in der Beletage des Schlosses kostbare Gemälde des 18. und 19. Jahrhunderts, die überwiegend ihren Platz im Magazin haben und der Öffentlichkeit somit eher selten zugänglich sind.

Der Tischbeinsaal, ausgestattet mit den wandfesten Gemälden des Johann Heinrich Tischbein d.Ä. zu den Themenkreisen „Musen“ und „Künsten“ aus den Jahren 1777 wird im Salon des Fürsten ergänzt um ein beachtliches Selbstportrait des Künstlers, um zwei mythologische Themen zur Darstellung der Alkeste aus dem Jahr 1775.
Das berühmte Gemälde Tischbeins „Der Triumph Hermanns nach seinem Sieg über Varus“, das 1758 als Vorarbeit zu dem großformatigen Gemälde im Schloss Arolsen entstanden ist, ist hierzu ergänzend in der Museumsetage zu bewundern.

Bemerkenswert ist auch das großformatige Gemälde der Zarin Katharina, der Ehefrau von Zar Peter dem Großen. Beide Gemälde wurden von dem deutschen, in Petersburg tätigen Maler Johann Gottfried Tannauer gefertigt, die 1716 als Geschenk an Fürst Anton Ulrich zu Waldeck und Pyrmont überreicht wurden. Das Gemälde von Zar Peter ist ebenso Teil der Museumsetage, das Gemälde von Katharina ist nun erstmals wieder in der Beletage im Salon des Fürsten zu sehen.

Weitere Portraits von berühmten Gästen des Kur- und Badeortes, darunter das Portrait Königs Georg I., der 1714 als hannoverscher Kurfürst zum König von Großbritannien gekrönt wurde, sind Teil der umfangreichen Museumssammlung. Ein hoch bedeutender Gegenspieler des englischen Hofes war der preußische König Friedrich II., genannt der Friedrich der Große. Das ganzformatige Bildnis dieses Königs aus der Schule des Antoine Pesne ist hier ebenfalls zu betrachten.

Im großen Festsaal der Beletage haben oberhalb der Kamine das Portrait des Fürsten Anton Ulrich zu Waldeck und Pyrmont sowie das Portrait von Louise, Fürstin zu Waldeck und Pyrmont ihren Platz. Beide Gemälde stammen von dem Maler Reinhard Christoph Francke.

Im Salon der Fürstin befinden sich zwei Gemälde des Lügder Malers Friedrich Drewes, der die beiden Gemälde des Künstlers Carl Ferdinand Fabritius kopierte. Die Originale mit der Ansicht des ersten Weserrenaissance-Schlosses Pyrmont und der befestigten Stadt Lügde als frühes herrschaftliches Zentrum der Grafschaft Pyrmont befinden sich in Paderborn und waren Teile der bischöflichen Sammlungen. In den Jahren 1526-1562 wurde das Weserrenaissance-Schloss von den Grafen von Spiegelberg erbaut und 1706-1710 durch das heutige von Fürst Anton Ulrich zu Waldeck und Pyrmont errichtete Barockschloss ersetzt.


Einen vorzüglichen Blick auf das Pyrmonter Tal ermöglicht ein Gemälde von H.C. Hempel, das um 1880/81 entstanden ist.
In den mit Biedermeiermöbeln eingerichteten weiteren Zimmern der Fürstin ist das Gemälde „Toilette der Venus“ oberhalb des Spiegels, Friedrich August Tischbein zugeschrieben, und die Darstellung fischender Putten oberhalb des Kamins zu betrachten. Die Reproduktion eines Gemäldes von Eleonor Bell aus der Fürstlichen Sammlung Arolsen zeigt das Portrait der Prinzessin Emma zu Waldeck und Pyrmont.
Prinzessin Emma lernte in Pyrmont den niederländischen König Wilhelm III. kennen und war von 1890 -1898 Königin der Niederlande.

Das Museum im Schloss hat außer montags von 10-17 Uhr geöffnet.
Öffentliche Führungen finden jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag jeweils um 15 Uhr statt.

Museum im Schloss Bad Pyrmont
Schlossstr. 13
31812 Bad Pyrmont
Tel.: 05281-606 771
Fax: 05281-969 126
e-mail: museum-pyrmont@t-online.de
Internet: http://www.museum-pyrmont.de

Autor: Stadt Bad Pyrmont, 14.06.2018
Quelle: PT2018-055