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Foto Stadt Bad Pyrmont
Elke Christina Roeder
Pyrmonter und Lügder Schüler liefen 41.508 Euro für South Horr in Kenia ein


Gleich mehrere bemerkenswerte Rekorde hat der „Run for help“ im Rahmen des Städtejubiläums Bad Pyrmont und Lügde im Juni aufgestellt: Mit 2.834 waren so viele Läuferinnen und Läufer beteiligt wie noch nie zuvor und sie liefen gemeinsam die von den Streckenposten verlässlich attestierte Gesamtstrecke von 20.536 Kilometern. Das ist eine Entfernung, die halb um den Globus oder mehr als die dreifache Luftlinienstrecke Bad Pyrmont/Lügde nach South Horr (Kenia) ausmacht. Für dieses kenianische Oasen-Dorf werden seit 17 Jahren auf unterschiedlichste Weise Gelder aufgetrieben, um die schulische Infrastruktur dort zu verbessern. Die Charity-Läufe „Run for help“ haben dabei jeweils für die größten Einnahmen gesorgt. Und das wird in diesem Jahr sogar noch getoppt, denn unterm Strich kamen unter Beteiligung aller zehn Schulen Bad Pyrmonts und Lügdes insgesamt 41.508,66 Euro zusammen – eine Größenordnung, die alles Bisherige sprengt.

Möglich geworden ist dies, so freuten sich die Initiatorin Sigrid Recklebe (frühere Lehrerin an der UNESCO-Schule Herderschule) und die beiden Bürgermeister Elke Christina Roeder (Bad Pyrmont) und Heinz Reker (Lügde), durch die riesige Teilnehmerzahl, das große Engagement der Sponsoren (sie zahlten für jeden gelaufenen Kilometer), der Organisatoren und rund 100 Helferinnen und Helfern vom Bauhof über das DRK bis zu Feuerwehr und Polizei. Die Schirmherrschaft hatte mit dem ehemaligen deutschen Botschafter in Kenia, Walter Lindner, ein exzellenter Kenner der in South Horr geförderten Projekte übernommen. Der Diplomat hatte es sich nicht nehmen lassen, die Startschüsse zum „Run for help“ persönlich zu geben. Als „wunderbare Idee“ würdigten die beiden Bürgermeister die Initiative, diesen Benefiz-Lauf mit allen Pyrmonter und Lügder Schulen dann auch an den Anfang des Städtejubiläums zu stellen. Das Motto des Festes, Grenzen zu überwinden, sei mit diesem Lauf eindrucksvoll und nachhaltig zum Ausdruck gekommen. „Eine glänzende Idee der Förderung der Zusammenarbeit auch auf schulischem Gebiet“, freute sich der Rektor der federführenden UNESCO-Schule Herderschule, Hartwig Henke. Der Begriff „South Horr“ manifestiere sich damit auch in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler.

Sigrid und Karl- Heinz Recklebe machten anhand von Bildern auch deutlich, was mit dem Laufergebnis von 2008 vor Ort passierte, als rund 30.000 Euro zusammenkamen: Diese Summe reichte aus, um drei Klassenräume, eine Bibliothek und ein Lehrerzimmer zu bauen und obendrein noch die Schulverpflegung für die Schülerinnen und Schüler zu sichern. Immerhin gehen in South Horr 3.000 Kinder zur Schule. Sechs Schulen sind mit dem Geld aus Bad Pyrmont und Lügde in den letzten Jahren dort entstanden – und es kann jetzt noch einiges Positive mehr passieren.

Als Dank hatte die Stadt Bad Pyrmont Delegationen aller zehn Pyrmonter und Lügder Schulen (die Grundschulen Baarsen, St. Marien, Elbrinxen und Rischenau, Hagen und Holzhausen, die Pestalozzi-Schule, die Herderschule, die Realschule Lügde, die Max Born-Realschule und das Humboldt-Gymnasium) ins Rathaus zu Kuchen und Getränken eingeladen. Jede Schule erhielt eine Erinnerungsurkunde und den Dank der beiden Bürgermeister, des Rektors Hartwig Henke und des Ehepaars Recklebe, das in jedem Jahr persönlich und auf eigene Kosten das Spendengeld nach Kenia bringt, um dort die benötigten Gegenstände zu kaufen.
08.09.2010 
Quelle: PT2010-073