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Foto Stadt Bad Pyrmont
Elke Christina Roeder

Die Pyrmonter Nachrichten haben am Freitag, den 04.12.2015, über die Ankündigung des Landes zur Entwicklung der Flüchtlingszahlen für das Jahr 2016 ausführlich berichtet. Bis zu 250.000 Flüchtlinge und damit mehr als doppelt so viel wie 2015 werden im kommenden Jahr in Niedersachsen erwartet. Diese werden anteilig auf die Kommunen verteilt, wobei die Zuweisungen für Bad Pyrmont aus der Linsingen Kaserne in Hameln kommen. Nachdem zunächst die Mitteilung erfolgte, dass die bis Ende Januar 2016 zur Erfüllung festgesetzten Quoten für zugewiesene Flüchtlinge bereits bis zum Jahresende 2015 abgearbeitet werden müssen, wurde dieser Termin kurzfristig auf den 22.12.2015 vorverlegt. Für Bad Pyrmont heißt dies, dass mit Stand zum 04.12.2015 voraussichtlich noch 57 Personen mit Wohnraum versorgt werden müssen. Dies bedeutet, dass rund 15 Wohnungen gefunden, von Grund auf mit Mobiliar und Haushaltsgeräten sowie hauswirtschaftlichem Bedarf, Bettwäsche, Handtücher etc. ausgestattet werden müssen. Bislang konnten die Bad Pyrmont zugewiesenen Flüchtlinge alle dezentral in Mietwohnungen, verteilt im Stadtgebiet, untergebracht werden. Allein in 2015 wurden in den ersten 11 Monaten des Jahres 148 Personen auf dieses Weise untergebracht. Insgesamt weist die Statistik 204 Flüchtlinge für Bad Pyrmont auf. Die Ankündigung, noch ca. 57 Personen – oder auch mehr – bis zum 22.12. in Bad Pyrmont aufnehmen zu müssen, stellt die Stadtverwaltung vor eine große Herausforderung, die nur mit großer Unterstützung der Bevölkerung bewältigt werden kann. Bürgermeister Blome ruft daher alle Eigentümer von freistehendem Wohnraum auf, diesen der Stadt Bad Pyrmont zur Anmietung für die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen anzubieten. „Wir müssen in dieser Zeit eng zusammenstehen und gemeinsam die Herausforderungen der Flüchtlingssituation meistern. Vordringlich benötigen wir sofort bezugsfertigen Wohnraum jeglicher Größenordnung, um die Quote bis zum 22.12. erfüllen zu können. Aber auch darüber hinaus wird sich die Situation weiter verschärfen, da bereits eine Erhöhung der Zuweisungszahlen ab der ersten Kalenderwoche im Januar 2016 angekündigt ist. Viele Menschen stehen unseren Flüchtlingen bereits hilfreich mit Rat und Tat zur Seite. Jetzt gilt meine Bitte allen, die Wohnraum zur Anmietung zur Verfügung stellen können. Wir haben gute Erfahrungen mit den Mietverhältnissen der Flüchtlinge gemacht, daher bitte ich Sie, mögliche Bedenken fallen zu lassen und Wohnungen kurz- und mittelfristig diesem Personenkreis zur Verfügung zu stellen. Mietverträge können dabei entweder mit den Flüchtlingen direkt oder aber mit der Stadt Bad Pyrmont (für den Landkreis) abgeschlossen werden. Die Mietzahlungen erfolgen aus dem laufenden Bezug von Transferleistungen direkt an die Vermieter.“

Der Landkreis Hameln-Pyrmont als zuständiger örtlicher Träger der Sozialhilfe bietet Eigentümern von Wohnraum auch die Möglichkeit eines langfristigen Mietverhältnisses bis maximal 10 Jahren an. Somit besteht für die Vermieter eine finanzielle Sicherheit, die möglichen notwendigen Sanierungsarbeiten gegenübersteht. Auf der anderen Seite haben die Stadt Bad Pyrmont bzw. der Landkreis Hameln-Pyrmont die Sicherheit, langfristig Mietverhältnisse für die Objekte eingehen zu können. Voraussetzung für den Abschluss eines Mietverhältnisses über die Laufzeit von 10 Jahren ist die Nähe der notwendigen Infrastruktur (max. Entfernung zu Einkaufsmöglichkeiten, Schule, Kindergarten 2 – 3 km). Aber auch mittelfristige Mietverträge von kürzerer Dauer als 10 Jahren können abgeschlossen werden. Näheres erfahren Sie im Fachgebiet Ordnung und Soziales der Stadt Bad Pyrmont, Tel.: 949-132, Frau Jösten bzw. 949-352, Herr Sölla.

Autor: Stadt Bad Pyrmont, 07.12.2015 
Quelle: PT2015-141