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Foto Stadt Bad Pyrmont
Elke Christina Roeder

Die Stadt Bad Pyrmont bewirbt sich mit insgesamt 16 bedeutenden, europäischen Kurorten um die Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe unter dem Titel „Great Spas of Europe“.

An diesem seriellen Antrag sind sechs deutsche Badeorte beteiligt:
Bad Pyrmont, Baden-Baden, Bad Ems, Bad Homburg, Bad Kissingen, Wiesbaden.
Hinzu kommen die europäischen Repräsentanten Spa (Belgien), Vichy (Frankreich), Montecatini Terme (Italien), Bad Ischl, Baden (Österreich), Franzensbad, Karlsbad, Marienbad, Luhačovice (Tschechische Republik) und Bath (England / Vereinigtes Königreich).

Die Bürgermeister der Kurorte der „Great Spas of Europe“ haben sich 2011 erstmalig getroffen und es wurde ab 2012 in Arbeitsgruppen an der Entwicklung eines gemeinsamen Konzeptes gearbeitet.
Vor diesem Hintergrund wird ein orts- und länderübergreifend abgestimmtes Nominierungs-Dossier erstellt, das bei der UNESCO einzureichen ist.
Dieses beschreibt in Text und Bild die Gemeinsamkeiten und die jeweils spezifischen Merkmale der Badeorte, die den Grund der angestrebten Anerkennung bilden.

Im Falle Bad Pyrmonts steht im Vordergrund das Alleensystem, das sich zu einem sehr frühen Zeitpunkt ab 1668 entwickelt hat und sowohl therapeutische als auch gesellschaftliche Aufgaben erfüllt. Selbstverständlich stehen sämtliche Alleen in Zusammenhang mit den berühmten Pyrmonter Quellen.

Ergänzt wird das vorbeschriebene Dossier durch einen pro Ort einheitlich gestalteten Plan, aus dem die genaue Lage des Areals, das das jeweilige Weltkulturerbe bildet, hervorgeht. Hierbei wird unterschieden zwischen einer Kernzone und einer Pufferzone.
Die Kernzone beschreibt das Areal, das die charakteristischen Merkmale zur Anerkennung als Weltkulturerbe umfasst, auch Schutzgut genannt.
Die sogenannte Pufferzone umrahmt die Kernzone und trägt damit zur deren Schutz bei.

Die Stadt Bad Pyrmont ist bemüht, das Anerkennungsverfahren UNESCO-Weltkulturerbe „Great Spas of Europe“ für die Bürgerinnen und Bürger transparent und nachvollziehbar zu gestalten und diese in den Prozess mit einzubeziehen.
Viele Veranstaltungen haben bereits unter Beweis gestellt, dass zahlreiche Bürger/innen unserer Stadt an diesem Bewerbungsverfahren interessiert sind.

Aus diesem Grund wird öffentlich auf der Homepage der Stadt (www.stadt-pyrmont.de) eine neue Rubrik „UNESCO-Weltkulturerbe – Great Spas of Europe“ eingerichtet, damit jeder sich über den Stand des Verfahrens informieren und Anregungen äußern kann.
Als erste Veröffentlichung wird ab dem 31.08.2015 der vorläufige Entwurf des Lageplans der Kern- und Pufferzone eingestellt.
Weitere Veröffentlichungen werden zu gegebener Zeit folgen.

 

Klaus Blome
Bürgermeister

Autor: Stadt Bad Pyrmont, 31.08.2015 
Quelle: PT2015-087