Hilfsnavigation

Schriftgröße anpassen

Volltextsuche

Foto Stadt Bad Pyrmont
Elke Christina Roeder
Am Freitag, 16. März, hatten Mitarbeiter des Ingenieurbüros Löwe aus Hildesheim die an der Bad Freienwalder Brücke gesetzten 13 Rissmarken überprüft. Bereits am Sonntag lag dazu das Gutachten vor.

Aufgrund der bisher ausgeführten Bestandsvermessungen kommt das Büro zu der Erkenntnis, dass die Schädigung der Bausubstanz durch die Witterungseinflüsse seit der letzten Überprüfung im Januar erheblich zugenommen hat. Das Bauwerk sei daher nicht mehr in der Lage, die auftretenden Belastungen sicher aufzunehmen.

Daher ist für die Brücke die vollständige Sperrung sowohl für den Kfz-Verkehr als auch für Fußgänger und Radfahrer sofort umzusetzen, weil eine Abschätzung der noch vorhandenen Resttragsicherheit des Bauwerkes nicht mehr möglich ist. Die Stadt Bad Pyrmont hat umgehend gehandelt und am Montagvormittag die Brücke gesperrt. Mitarbeiter des städtischen Bauhofes haben die erforderliche Beschilderung angebracht.

Zahlreiche Messungen waren in den zurückliegenden Monaten durchgeführt und dokumentiert worden, um mögliche Veränderungen an der Brücke festzuhalten.

Besorgniserregend sind laut dem Büro Löwe die festgestellten Risse im Bereich der Gewölbescheitel. Die Ursache hierfür ist vielschichtig. Zu einer Verformung der Gewölbescheitel kann es laut Löwe nur kommen, wenn die Tragfähigkeit zum Beispiel durch eine Überbelastung oder durch Materialversagen überschritten wird.

Die Stadt hatte zur Entlastung der Brücke bereits seit Mai 2011 eine einspurige Verkehrsführung und eine Reduzierung des zulässigen Gesamtgewichts verkehrsbehördlich angeordnet. Der Statiker sieht infolge des schlechten baulichen Zustandes der Brücke auch keine Möglichkeit, eine eingeschränkte Nutzung zuzulassen.

Das Bauwerk wird sowohl durch das Statikbüro Löwe als auch durch das Ingenieurbüro Richter weiter überprüft. Sollten auch während der Vollsperrung der Brücke neue oder vergrößerte Risse festgestellt werden, so wäre dies ein Beleg dafür, dass die Tragfähigkeit selbst unter Eigenlasten der Brücke nicht mehr ausreichend gegeben ist, stellt der Statiker in seinem Bericht abschließend fest. In diesem Fall müssten stützende Maßnahmen am Bauwerk getroffen werden.

Am Dienstag, 20. März, findet ein Termin mit der Verkehrskommission statt, bei der verkehrslenkende Maßnahmen festgelegt werden.

Bad Pyrmont, 19.3.2012

STADT BAD PYRMONT
DIE BÜRGERMEISTERIN
Autor: Stadt Bad Pyrmont, 19.03.2012 
Quelle: PT2012-034